ZEICHNEN
Während beim Malen die Empfindungskräfte angesprochen und vertieft werden, spricht das Zeichnen mehr die Form- und Gestaltungskräfte an, die dann als erworbene Fähigkeiten wieder in das farbige Malerische einfliessen können.
Beim Zeichnen am Objekt (Kopie, Stillleben, Landschaft, Tiere, Portrait und menschliche Gestalt) wird die Beobachtungsfähigkeit geschult, welche noch gesteigert werden kann durch das Arbeiten aus der Erinnerung.
Das Räumlich-Gegenständliche wird in die Zweidimensionalität der Fläche übersetzt, aber nicht nur durch eine naturalistische Wiedergabe, sondern durch die Interpretation der Formen, Gesten, räumlichen Intervalle, der Rhythmen und des Stoffes. (z.B. die vier Naturreiche).
Im FREIEN ZEICHNEN können unter anderem die Polarität von Weiss und Schwarz, sowie die Phantasie-, Form- und Gestaltungskräfte individuell erlebt und entwickelt werden.
Das Verständnis von Raum, Form und Fläche wird herangebildet durch Übungen im Hell und Dunkel, im Suchen der Flächen, im Rhythmus, in der Geste, im Linearen und in den Kontrasten. Es geht darum, die „Mitte“ d.h. die Harmonie zu finden, oder bewusst eine Disharmonie zu schaffen